Gugging


Der Psychiater Leo Navratil begann in den 50er Jahren das künstlerische Schaffen Talentierter an seiner Abteilung im psychchiatrischen Krankenhaus in Maria Gugging NÖ. zu fördern. Durch seine Bücher und durch Filme entstanden bald Kontakte zu anderen Kunstschaffenden wie Arnulf Rainer, Adolf Frohner, Peter Pongratz, Franz Ringel bis zu Jean Dubuffet, schließlich weltweit zu Galeristen, Museumsleuten und Sammlern.
1970 wurden die Werke der Gugginger Künstler erstmals in der Galerie nächst St. Stephan bei Otto Mauer ausgestellt. Seither folgten zahllose Präsentationen, Publikationen, auch Filme, Ankäufe durch Museen und Sammlungen.
1981 wurde das „Haus der Künstler“ gegründet als Wohnstätte, Atelier, Galerie und Kommunikationsraum. Die Künstler gestalteten das Haus außen und innen wie August Walla, der die fünf Meter hohen Wände seines Zimmers wie eine Kapelle bemalte. Walla und Garber beziehen die Umgebung des Hauses in ihre Gestaltung ein.
Seit 1986, der Pensionierung von Leo Navratil, betreut Johann Feilacher als sein Nachfolger das Haus der Künstler. 1989 erhielten die Gugginger Künstler den Oskar-Kokoschka-Preis als höchste internationale Auszeichnung der Republik Österreich für bildende Künstler.

 
   
   

 

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