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Im Zentrum der
Arbeit von Lois Weinberger steht die Vorstellung von einem Garten
als "perfekt provisorischem Gebiet". Einem Künstler-Forscher
gleich richtet er seine Aufmerksamkeit auf eine weltweit dominierende
Zivilisation, die den einst lebendigen Austausch zwischen den freien
Kräften natürlichen und kulturellen Wachstums und den
gesellschaftlich begründeten Vorstellungen nützlicher
Ordnungen längst der normativen Kontrolle aus dem Geist moralisch
verbrämter Werteskala unterworfen hat. Auf die freie Entfaltung
natürlicher wie kultureller Prozesse im Ungeordneten, Randständigen,
Beiläufigen und anarchisch Wuchernden richtet sich die analytische
Recherche und künstlerische Formfindung in Lois Weinbergers
kreativer Wissenschaft. In Bildern und Texten, Objekten und Wandzeichnungen,
Dia-Archiven, Videoinstallationen und ortsbezogenen Interventionen
entwickelt sich ein ebenso beiläufig wie poetisch anmutender
Kosmos...
Annelie Pohlen, Bonner Kunstverein
siehe auch:
www.loisweinberger.net
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