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Otto Eder
Sein Mut, immer wieder einen neuen Weg zu versuchen, um zum Ziel zu gelangen, scheint mir ein besonderes Merkmal zu sein. (Fritz Wotruba)
Eder hatte schon eine bestimmte Vorstellung: Die Figur als Ausgangspunkt, die Reduktionsarbeit an der Figur, um sie umzuwandeln zu etwas Symbolhaftem. (Kristian Sotriffer)
Vorbild für Otto Eder war die klassische griechische Bildhauerei. Mit ihr suchte er in seinen Werken Einheit und Harmonie und war dem "Idol" auf der Spur, Er reduzierte die menschliche Figur auf ihre wesentlichen Teile, fand im Ei die Urform des Lebens und baute aus diesen Elementen gemäß seinem "plastischen System" Figuren aus Holz, Stein und Beton. Trotz der klassischen Orientierung oder gerade aus ihr hervorgehend setzte Eder in der modernen Skulptur mit seinen Dübelplastiken ab 1950 und später mit seinen "Figurationen" überzeugende, einzigartige Akzente.
Sein bildhauerisches Werk umfasst ohne die Kunst am Bau etwas mehr als 150 Arbeiten. Neun Jahre nach seinem Tod übernahm die Galerie Altnöder seinen Nachlass und zeigte sein Werk u.a. in der Kärntner Landesgalerie, dem Ambrosi-Museum in Wien sowie im Museum Moderner Kunst in Passau.
Biografie
1924 geboren in Seeboden, Kärnten
Besuch der Staatsgewerbeschule für Bauwesen und Handwerk, Villach
1945-48 Kriegsdienst
1948 Studium an der Kunstgewerbeschule in Graz ( Prof. Walter Ritter)
1948-51 Akademie der bildenden Künste in Wien (Prof. Fritz Wotruba)
1962 Österreichischer Staatspreis für Bildhauerei
Ab 1964 Mitglied der Wiener Secession
Ab 1967 Arbeit im Krastal, Mitbegründer des Vereins ”Begegnung in Kärnten”
1982 Freitod
Ausstellungen
Ausstellungsliste
Literatur
"Otto Eder 1924-1982. Figur und Formel", Elisabeth Rath, Galerie Altnöder Salzburg (Herausgeber, Verleger und Vertrieb), 248 Seiten, 330 Abbildungen, Salzburg 1996 (vergriffen)
Auf 248 Seiten enthält dieses Buch eine ausführlich und aufwendig recherchierte Biographie, Ausstellungsverzeichnis und Bibliographie, die Erstveröffentlichung eines ausgiebigen Interviews mit Otto Eder durch Gerhard Habarta Anfang der 70er Jahre, eine Materialsammlung über Otto Eder mit Interviews und Stellungnahmen von Zeitgenossen wie H.C. Artmann, Wander Bertoni, Otto Breicha, Anton Fuchs, Michael Gutenbrunner, Karl Newole, Karl Prantl, Meina Schellander, Kristian Sotriffer, Oswald Stimm, Herbert Wochinz, 35 Jahre Pressestimmen sowie das in mehrjähriger Arbeit erstellte Werksverzeichnis mit 168 Plastiken.
Nach Recherchen von Ernst Reiterer (Verein "Begegnung in Kärnten", Werkstätte Krastal), und der Galerie Altnöder setzte Elisabeth Rath diese Forschungsarbeit über Otto Eder von 1994 bis 1996 fort. Wichtig war der Versuch einer ungeschönten und offenen Materialsammlung über diesen bedeutenden österreichischen Bildhauer. So ist ein aufschlußreiches Lebens- und Zeitbild über Otto Eder entstanden - wichtig auch für die Forschung über Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg, über österreichische Bildhauerei und die Schule Wotruba. Die Hauptzüge im Schaffen Eders werden deutlich herausgestellt, etwa seine aufsehenerregenden Dübelplastiken seit 1950 und sein Ringen um eine neue Figur und Formel in der Bildhauerei.
"Wotruba Schule". Skulptur als Markenzeichen", NöART 2010, erschienen zur gleichnamigen Ausstellung, 2010
"The Excitement Continues" Sammlung Leopold II
Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Leopold II. Hrsg. v. Leopold Museum-Privatstiftung. Erschienen zur Ausstellung im Leopold Museum Wien, 2011
Figur und Formel, Text Elisabeth Rath
Druckgraphik Otto Eder, Text Otto Breicha
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Otto Eder | Großer Liegender (Sterbender) |
1950/51 |
Bronze nach Beton |
92 x 200 x 33 cm |
Auflage 5 + III, WVZ 45 b | € 38.000,–

Otto Eder | Grosser sitzender Akt nach links | um 1960 | Öl auf Leinwand | 150 x 120 cm | € 15.400,-

Otto Eder | Seitlich liegende Figur | Bronze nach Holz | 17 x 64 x 9,5 cm | Auflage 6 + I, WVZ 80a | € 6.200,–

Otto Eder | 2 Figuren | um 1960 | Öl auf Karton | 61 x 42
cm | € 7.700,-

Otto Eder | Figur aus zwei Eiformen | 1950 | Bronze nach Beton | 30 x 105 x 45 cm | Auflage 7 + I | WVZ 39 I | Bronze: € 16.500,– | in Beton: € 33.000,–

Otto Eder | Männlicher Kopf | Bronze nach Holz | 27 x 23 x 28 cm | Auflage 9 + III | WVZ 27 II a | € 4.400,–

Otto Eder | Sechs Figuren | Öl auf Leinwand | 130 x 220 cm | Abbildung Rath S. 134 | € 22.000,–

Otto Eder | Formel I - 1964 | Bronze nach Gips | 57,5 x 22,5 x 18,2 cm | Auflage 5 + I | WVZ 113 c | € 11.000,-

Otto Eder | Bogenfigur | Bronze nach Beton | 37,8 x 44 x 24 cm | Auflage 20 + III | WVZ 93a | € 4.400,–

Otto Eder | Aufrechter | 1960/61 | Bronze nach Beton | 211 x 66 x 64 cm | Auflage 3+ I | WVZ 89a | € 42.000,–

Otto Eder | Weibliche lagernde Figur |
Bronze nach Gips |
28,5 x 37,8 x 19 cm |
Auflage 12 + I | WVZ 66a | € 4.200,–
Otto Eder | Lagernde Figur | 1963 | Bronze nach Beton | 46 x 62 x 38 cm | Auflage 7 + III | WVZ 99a, € 15.400,-

Otto Eder | Weibliche Figuration II - Plastische Formation | 1965 | Bronze nach Marmor | 59 x 25 x 15 cm | Auflage 9 + I | WVZ 126 c | € 10.500,–

Otto Eder | Figuration | 1959 | Bronze nach Beton | 60 x 106 x 37 cm | Auflage 5 | WVZ 85 a | € 22.000,–

Otto Eder | Lagernde mit gespreizten Zehen | Bronze nach Beton | 62 x 93 x 47 cm | Auflage 7 + III | WVZ 100 a | € 16.500,- | in Beton: € 29.700,-

Otto Eder | Lagernde mit angewinkelten Beinen | Bronze nach Beton | 30 x 105 x 45 cm | Auflage 7 + I | WVZ 137 a | Bronze: € 15.400,–

Otto Eder | Kassette mit 18 Holzschnitten, z.T. in Farbe. Nachlassedition herausgegeben von Galerie Altnöder und Otto Breicha, Rupertinum, Salzburg, 1993. Text Otto Breicha, Format 76 x 57 cm, Auflage 24, jeder Holzschnitt ist numeriert und mit dem Prägestempel "O. Eder" versehen, Leinenkassette von Ernst Ammering in Ried, Edition 1993, € 3.300,–
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