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Alfred Kubin (1877-1959)
Unser Unternehmen ist seit über 35 Jahren auf das Werk von Alfred Kubin spezialisiert. Wir widmeten dem Künstler zahlreiche Präsentationen und fünf Kataloge.
2014 jährte sich zum 55. mal der Todestag des Künstlers. Aus diesem Anlass zeigten wir in unserer letzten und größten Kubinausstellung einen Querschnitt durch sein Schaffen mit über 110 Originalen. Seither vermitteln wir nur mehr fallweise und gerne Zeichnungen dieses großen Künstlers. Die forschende Befassung mit seinem Werk ist uns weiterhin ein Anliegen.
Alfred Kubin (1877-1959) hinterließ über 20.000 Zeichnungen und illustrierte an die170 Bücher. Er war als einziger Österreicher Mitglied der Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“. Mit über 850 Ausstellungen und Beteiligungen schon zu seinen Lebzeiten war Kubin einer der meist ausgestellten Künstler seiner Zeit. Zu seinem Freundeskreis und Korrespondenzpartnern zählten Wassily Kandinsky, Franz Marc, Paul Klee, Thomas Mann, Hermann Hesse, Ernst Jünger, Lyonel Feininger, Stefan Zweig, Hans Fronius und viele andere.
Auf Kubins Bedeutung reagiert der Kunstmarkt. So erzielten 2019 bei Sotheby's in London drei seiner Hauptwerke Preise um je eine Million Euro, hohe Preise für Kubin auch bei Christie's in New York im vergangenen Dezember.
Für eine Kubinforschung gäbe es viel zu tun, hat doch das Lenbachhaus in München, Sitz des Kubinarchivs, sein Material zu Kubin in über 100.000 Scans erfasst, die der Veröffentlichung harren, darunter über 60.000 Seiten Briefe. Alfred Kubin und seine Frau Hedwig korrespondierten mit über 1300 BriefpartnerInnen. Kubinforschung könnte mit der Erarbeitung eines Werksverzeichnis beginnen und über die Aufarbeitung der Korrespondenzen und vorhandenen Archivalien zu einer neuen Biographie und neuen kunsthistorischen Bewertung des Künstlers führen. Ein gleichwertiger Rang wie bei Klimt und Schiele scheint angemessen.
Biografie (Kurzfassung)
10. April 1877 geboren in Leitmeritz/Nordböhmen
aufgewachsen in Salzburg, Zell am See und Klagenfurt
1898/99 Studium der Kunst in München bei Schmidt-Reutte (private
Malschule) und Nikolaus Gysis (Akademie)
1899 die Begegnung mit Max Klingers Radierzyklus "Paraphrase
über den Fund eines Handschuhs" führt zu einem Schaffensrausch,
der bis 1903 anhält (Frühwerk)
1901/02 1. Ausstellung im Kunst-Salon Cassirer, Berlin
1903 Weber-Mappe
Tod der Braut Emmy Bayer
1904 Heirat mit Hedwig Gründler
1906 Übersiedlung nach Zwickledt bei Wernstein OÖ
1908/09 Roman "Die andere Seite"
1911 Mitglied der Künstlergruppe "Blauer Reiter"
Beginn der Mitarbeit beim "Simplicissimus"
erste von
über 350 Lithographien
ab 1922: der Bayerische Wald und der Böhmerwald werden für
Kubin zur zweiten geistigen Heimat
1930 Ordentliches Mitglied der
Preußischen Akademie der Künste in Berlin
1937 Professor h.c
1948 Tod Hedwig Kubins
Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen
Künste
1951 Österreichischer Staatspreis
20. August 1959 Tod in Zwickledt.
Texte
Alfred Kubin, 1877-1959
ausführliche Biographie des Lebens und Schaffens von Alfred Kubin
Der Nachlass Kubins
Zur Schenkung des Nachlasses von Alfred Kubin an die Republik Österreich im Jahr 1955
Kubin in öffentlichen Sammlungen
Überblick zu Werken von Kubin in öffentlichen Sammlungen, Stand 2009
Alfred Kubin: "Die Kunst der Irren"
Originaltext von Alfred Kubin über die Sammlung Prinzhorn in Heidelberg, erschienen 1922 im Kunstblatt
Ferdinand Altnöder: "Muff, Moder und Verfall"
Der „entartete“ Kubin in den Jahren 1937 und 1938.
Kubin war der bekannteste bildende Künstler, der in der ehemaligen Ostmark lebte und überlebte. Helga Mitterbauer, Peter Assmann und Birgit Kirchmayr haben sich mit diesem Thema befasst. Dazu einige weitere Aspekte. Eine vertiefte wissenschaftliche Befassung (Dissertation?) mit diesem Thema wäre hoch an der Zeit.
Ludvik Kundera: "Gedanken zur Ehrung Kubins"
Ludvik Kundera (1920 Brünn - 2010 Boskovice) war ein tschechischer Schriftsteller, Surrealist, Übersetzer und bildender Künstler. Seine Übersetzung von Kubins Roman „Die andere Seite” ins Tschechische war die erste Übertragung dieses Romans in eine andere Sprache. Übersetzungen in 13 andere Sprachen sind uns bekannt, darunter ins Japanische, Türkische, Estnische und Persische. Kunderas "Gedanken zur Ehrung Kubins", 1958 in Wien publiziert, durften wir mit Genehmigung des Autors in unserem Kubin-Katalog 2009 veröffentlichen.
Meika Hoffmann: Alfred Kubin - 1937 beschlagnahmte Werke
Liste der 1937 beschlagnahmten Werke Kubins. Erstellt von Dr. Meike Hoffmann, Forschungsstelle "Entartete Kunst", Kunsthistorisches Institut / Freie Universtiät Berlin, Stand November 2011.
Pressespiegel
Pressetext zur Ausstellung April 2009
Ausstellung in der Galerie Altnöder zum Gedenken an Kubins 50. Todestag und 100 Jahre Erscheinen seines Romans "Die andere Seite"
Zur Ausstellung 2009:"Offenbarung und Untergang" (Reinhard Kriechbaum, drehpunktkultur, 7.4.2009)
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Alfred Kubin | Sterben | Tuschfeder laviert, gespritzt | um 1899 | 21 x 30,2 cm | Privatsammlung New York

Alfred Kubin (1877-1959) | Ohne Titel (Büste) | um 1904 | Tuschen | 21,7 x 16,1 cm

Alfred Kubin (1877-1959) | Der Donner | Entwurf im Skizzenbuch X. mit 78 + II Seiten | 1899 ff. | Bleistift | 19 x 12,3 cm | Provenienz Sammlung Samhaber

Alfred Kubin (1877-1959) | Der Bräutigam | um 1906 | Tempera auf festem Papier | 29,6 x 35,4 cm

Alfred Kubin (1877-1959) | Dschunke | 1906 | Tempera | 25,1 x 36,5 cm | Pfarrer Samhaber gewidmet

Alfred Kubin (1877-1959)| Im Orient (Mohammedanischer Friedhof) | um 1910 | Tusche/Papier | 26,9 x 36,5 cm
Gasthaus

Alfred Kubin (1877-1959)| Kreuzotter | 1943 | Tusche/Aquarell | 38,2 x 29,9 cm

Alfred Kubin (1877-1959)| Das Schandmal | um 1945 | Tusche/Aquarell/Katasterpapier | 32,4 x 40,6 cm

Alfred Kubin (1877-1959) | Gasthaus Forelle in Tusset im Böhmerwald | ohne Jahr |Tusche/Aquarell auf Katasterpapier | 31,5 x 38,5 cm | Provenienz Emmy Haesele | Ankauf Landesgalerie Linz

Alfred Kubin (1877-1959)| Genreszene mit Wäscherin und Fischer | 1954 | Tusche/Aquarell/Papier | 22,3 x 19,5 cm

Alfred Kubin | Der letzte altösterr. Hofrat. | Tusche/Aquarell |1957 | 24,5 x 18,5 cm | mit Widmung an Freund und Pfarrer Alois Samhaber, Wernstein | auf Vorsatzblatt in: Otto Julius Bierbaum, Samalio Pardulus, Georg Müller, München/Leipzig, 1911 | laut Samhaber die vorletzte Zeichnung Kubins | Provenienz Sammlung Rosa und Alois Samhaber | Privatbesitz
© für Texte und Zeichnungen: Alfred Kubin © Bildrecht, Wien 2024 (hier mit freundlicher Genehmigung durch Eberhard Spangenberg)
© für Portraitfoto: © Wolfgang Schneditz/Galerie Altnöder
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